Projekt laufend

MEND

Mikrobiom-Histo-FISH zur Diagnostik und Therapie der Endometriose


Thema Photonik für Lebenswissenschaften

Fördermaßnahme Photonische und quantenbasierte Technologien für medizinische Diagnostik und Therapie

Projektlaufzeit 01.08.2026 - 31.07.2029

Projektvolumen 2772514

Förderquote zu 77,86 % durch das BMFTR gefördert

Mikroskopbild einer Gewebeprobe
Universitätsklinikum Leipzig

Bakterien (orange-gelb) visualisiert durch Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) in einer klinisch-gynäkologischen Gewebsprobe.

Beschreibung

Motivation 

Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen von Mädchen und Frauen während der reproduktiven Lebensphase (> 2 Mio. Betroffene). Es treten gutartige, chronische Wucherungen von gebärmutterschleimhautähnlichen Zellen außerhalb der Gebärmutterhöhle auf. Diese Wucherungen können zu Verwachsungen oder Entzündungen in verschiedenen Organen führen, die u. U. starke Schmerzen und Unfruchtbarkeit verursachen. Die Diagnosestellung ist derzeit langwierig, mit bis zu 10 Jahren ab Symptombeginn. Dies führt zu einem großen Leidensdruck bei den Betroffenen und hohen sozioökonomischen Kosten.

Ziele und Vorgehen

Ziel ist die Erforschung eines multimodalen Verfahrens, um die Ursachen der Endometriose besser verstehen und die Krankheit zuverlässig diagnostizieren zu können. Insbesondere die Rolle von Bakterien und Viren bei der Entstehung der Krankheit ist nur unzureichend erforscht. Derzeit werden Patientinnen mit antimikrobiellen Therapien behandelt, was zu allen unerwünschten Auswirkungen einer ungezielten Antibiotikatherapie führen kann. Im Projekt werden deshalb NGS (Next Generation Sequencing), FISH (Fluoreszenz in situ Hybridisierung) und histologische Untersuchungen kombiniert, um die Bakterien und Viren zu identifizieren und ihre Rolle zu beurteilen.

Innovation und Perspektiven

MEND soll erstmals klären, welche Rolle Mikroorganismen bei einer Endometriose spielen, und eine zuverlässige Diagnose ermöglichen. Diese Diagnose hilft zu entscheiden, ob und welche antimikrobielle Therapie gezielt eingeleitet werden soll. Unerwünschte Nebenwirkungen und Antibiotikaresistenzen können weitgehend vermieden werden. So werden am Ende Patientinnen, Gesundheitssystem und Gesellschaft von den Projektergebnissen profitieren.

Koordinierender Projektpartner
Projektpartner
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