Robo-COP
Robotergestütze Neurochirurgie unter Verwendung von optischer Kohärenztomographie und Ultraschall-Aspiration
Thema Photonik für Lebenswissenschaften
Fördermaßnahme Photonische und quantenbasierte Technologien für medizinische Diagnostik und Therapie
Projektlaufzeit 01.06.2026 - 31.05.2029
Projektvolumen 2890428
Förderquote zu 82,81 % durch das BMFTR gefördert
Diagnostische Anwendung eines Roboterarmes im OP
Beschreibung
Motivation
Jährlich erkranken in Deutschland ca. 3.000 Menschen an einem Glioblastom, der aggressivsten Form bösartiger Hirntumore. Die durchschnittliche Überlebenszeit beträgt lediglich 14-16 Monate. Ein entscheidender prognostischer Faktor ist das Ausmaß der möglichst vollständigen und zugleich funktionell schonenden Tumorentfernung (Resektion). Diese ist jedoch erheblich erschwert, da die diffusen Tumorränder intraoperativ nur schwer von gesundem Gewebe zu unterscheiden sind. Aktuelle Techniken wie Neuronavigation, fluoreszierende Farbstoffe, Magnetresonanztomographie und Ultraschall können die Infiltrationszonen nur eingeschränkt darstellen. Entsprechend ist die mittlere Überlebenszeit in den letzten Jahrzehnten nur geringfügig gestiegen.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Projektes ist die erstmalige Realisierung und Erprobung einer robotischen, teilautonomen Resektion von Hirntumoren. Hierzu wird eine Messsonde an ein Ultraschall-Instrument – eines der verbreitetsten Resektionsinstrumente – gekoppelt. Das Ultraschall-Instrument wird intraoperativ durch einen Roboterarm geführt, während das Gewebe kontinuierlich mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) über die integrierte Messsonde vermessen wird.
Innovation und Perspektiven
Die geplante Kombination aus optischer Gewebevermessung, Resektionsinstrument und Robotik soll eine höhere Präzision ermöglichen und kann perspektivisch die Resektionsradikalität bei Gliom-Operationen steigern. Die zerstörungsfreie OCT-basierte Tumorranderkennung schont gleichzeitig das umliegende gesunde Hirngewebe. Im Resultat führt dies zu einer besseren Versorgung von Glioblastom-Patienten und einer Entlastung des Gesundheitssystems durch kürzere Krankenhausaufenthalte und weniger Komplikationen.
Koordinierender Projektpartner
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Söring GmbH - Quickborn
Schleswig-Holstein
Dr. Steffen Buschschlüter
Projektpartner
-
Universität zu Lübeck - Lübeck
Schleswig-Holstein
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Medizinisches Laserzentrum Lübeck GmbH - Lübeck
Schleswig-Holstein
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ImFusion GmbH - München
Bayern
Weitere Infos
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