Ein starkes Signal für den europäischen Quantennachwuchs

Vom 15. bis 18. Juni 2026 reisten 20 vom BMFTR eingeladene Promovierende im Rahmen des Quantum Future Programms nach Paris – für eine Studienreise, die Wissenschaft, internationalen Austausch und Innovation auf beeindruckende Weise vereinte.

Europäischer Nachwuchs gestaltet sein Programm selbst

Im Herzen von Paris-Saclay fanden die European Quantum PhD Days am Institut d'Optique Graduate School (IOGS) statt – vollständig von Promovierenden für Promovierende organisiert. Über 140 Nachwuchsforschende aus Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Frankreich stellten gemeinsam ein anspruchsvolles zweitägiges Fachprogramm auf die Beine. Für Deutschland wirkte Oliver Fartmann (Humboldt-Universität zu Berlin) im wissenschaftlichen Komitee mit.

Das Programm bot Vorträge, Postersessions, Startup-Pitches und intensive Diskussionen – über Länder- und Disziplingrenzen hinweg.

Die deutschen Quantum PhDs trafen sich bereits am Sonntag (14.06.) für ein entspanntes Get-Together im Hotel und schauten gemeinsam das WM-Auftaktspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft. 

Wissenschaftliche Highlights

Am ersten Tag begeisterte Alaa Bayazeed (RPTU Kaiserslautern-Landau) mit einem Vortrag zur photonischen Quantensimulation. Valerie Leu (Universität Bonn) stellte ihr experimentelles Setup zur Kopplung von Rydberg-Atomen an akustische Hochobertonresonatoren vor. Aus der Startup-Welt lieferten eleQtron und openUC2 spannende Pitches.

Am zweiten Tag präsentierte Ann-Kathrin Müller (RWTH Aachen) ihre Forschung zu Rauschprozessen in Quantenfrequenzkonvertern und deren Auswirkungen in heterogenen Quantennetzwerken. Francisca Góis (DLR) stellte einen Hamiltonischen Kodierungsansatz für die Quantenplanung von Satellitenmissionen vor. Den 2. Posterpreis sicherte sich Selma Memic (Universität Ulm) für ihre Arbeit zur thermodynamischen Effizienz quantenmechanischer Wärmekraftmaschinen – herzlichen Glückwunsch! Den Innovation Poster Award gewann Hui Ting Li (Universität Groningen), den sie auch auf der France Quantum präsentierte. 

France Quantum & VivaTech

Am Nachmittag des zweiten Tages besuchte die Gruppe den Kongress des französischen Quantenökosystems France Quantum – ideal zur Industrievernetzung und zum Erleben aktueller Marktentwicklungen. Den Abschluss der Reise bildete ein Besuch auf der VivaTech, Europas größter Start-up-Messe, wo Quantenanwendungen auf der Quantum Zone und innovative Startups am deutschen Pavillon erlebbar wurden. Ausgeklungen ist die Studienreise mit einem gemeinsamen Dinner und einem Abendspaziergang entlang der Seine.

Die deutschen Teilnehmenden

Die 20-köpfige deutsche Delegation repräsentierte Forschungseinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet:

Namita Agrawal (Bayerische Akademie der Wissenschaften), Ammar Albadish (RWTH Aachen University), Alaa Bayazeed (RPTU Kaiserslautern-Landau), Frederic Bergner (DLR), Julien Chenede (TU München), Arseniy Epishin (Freie Universität Berlin), Oliver Fartmann (Humboldt-Universität zu Berlin), Francisca Góis (DLR), Gina Kleinsteinberg (Leibniz Universität Hannover), Valerie Leu (Universität Bonn), Selma Memic (Universität Ulm), Ann-Kathrin Müller (RWTH Aachen University), Alessandro Puddu (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf), Konstantinos Rafail Revis (Universität Paderborn), Leonhard Richter (FAU Erlangen-Nürnberg), Marit Steiner (Universität Ulm), Manasa Vannadil Surendran (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Mara Voiculescu (Technische Hochschule Wildau), Viviane Wienzek (Leibniz Universität Hannover) und Maurice Wanitzek (Universität Stuttgart).

Organisation

Die European Quantum PhD Days wurden von Quantum-Saclay organisiert – in Zusammenarbeit mit DIM QuanTiP, Quantum Delta NL, Technical University of Denmark DTU, Institut Polytechnique de Paris, Institut d'Optique Graduate School, Université Paris-Saclay, den französischen Botschaften in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark sowie dem BMFTR.