Neue Projekte im Februar

Im Februar starten fünf spannende neue Projekte, die das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Forschungsprogramms „Quantensysteme – Spitzentechnologie entwickeln. Zukunft gestalten.“ fördert.

Medizinische Diagnostik und Therapie

Mit der Maßnahme „Photonische und quantenbasierte Technologien für medizinische Diagnostik und Therapie“ fördert das BMFTR Verbundprojekte, die photonische und quantenbasierte Technologien mit Anwendungsperspektiven in der Medizin und der medizinischen Biotechnologie entweder in Kombination mit anderen Verfahren oder als grundlegend neue Methoden erforschen. Sie sollen den bereits erreichten Technologiestand und dessen Anwendungsmöglichkeiten erweitern oder neue grundlegende Kenntnisse erarbeiten. Ihm Rahmen dieser Maßnahme starten zwei neue Projekte:

HOLOPROTEOME erforscht einen modulareren Prozess, der die gesamte Bandbreite von Genom- und Proteom-Analysen für die Analyse der intratumoralen Heterogenität (ITH) ermöglicht. Die digitale holografische Mikroskopie (DHM) wird hierbei für eine KI-unterstützte Bildanalyse von Gewebeschnitten, die Laser-Mikrodissektion (LMD) und die Mikrofluidik für die verlässliche und verlustfreie Probenvorbereitung eingesetzt. So sollen die Proben anschließend mit jeder genomischen oder proteomischen Methode analysiert werden können.

HILIGHTS entwickelt ein multimodales diagnostisches 3D-Präzisionsverfahren, das 3D-Bildinformationen mittels Lichtblattmikroskopie erfasst und gleichzeitig entsprechende Gewebebereiche durch fokussierte akustische Schockwellen herauslöst und auffängt. Es wird in Minaturmaß in einem mikrofluidischen Behälter, ergänzt durch eine On-Chip-Proteomanalyse, umgesetzt. So wird ein innovatives, präzisionsdiagnostisches medizintechnisches System für die breite klinische Praxis realisiert.

KMU-innovativ

Mit der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Photonik und Quantentechnologien“ unterstützt das BMFTR risikoreiche industrielle vorwettbewerbliche FuE-Vorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Sie sollen den Bereichen Photonik oder Quantentechnologien zugeordnet werden können und für die Positionierung des Unternehmens am Markt von Bedeutung sein. Ziel ist die Stärkung der KMU-Position bei dem beschleunigten Technologietransfer aus dem vorwettbewerblichen Bereich in die praktische Anwendung. Im Februar starten hier zwei neue Projekte:

HipER CPO entwickelt Laserquellen, die speziell für die kritischen Anforderungen moderner Rechenzentren konzipiert sind. Auf Basis von Galliumarsenid-Quantenpunkten sollen mit Hilfe von Molekularstrahlepitaxie Hochleistungslaser entstehen, die auch bei erhöhten Temperaturen stabil arbeiten, kostengünstig produzierbar sind und Ausfallraten sowie Betriebskosten in Rechenzentren deutlich senken.

Laslock erarbeitet einen Demonstrator für eine nichtinvasive, photonische Blutalkoholmessung, die in alltägliche Fahrzeugkomponenten wie Startknopf oder Lenkrad integriert werden kann. Zur Bestimmung des Blutalkoholgehalts werden Ethanol-Rückstreusignale bei mehreren Wellenlängen mithilfe weit abstimmbarer Laser detektiert. Dadurch könnten Fahrten mit erhöhtem Blutalkoholgehalt durch den Einsatz eines Alcolocks verhindert werden.

Digitalisierte und automatisierte Produktion

Mit der Fördermaßnahme „Photonik für die digitalisierte und automatisierte Produktion“ unterstützt das BMFTR vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die dazu beitragen photonische Verfahren für die Digitalisierung und Automatisierung von Produktionsprozessen nutzbar zu machen. Dies kann entweder durch anwendungsnahe Projekte zum Einsatz photonischer Verfahren oder durch die Erforschung neuer photonischer oder quantentechnologiebasierter Sensorprinzipien erfolgen. 

Hier startet DigiZell. Um die Behandlung von Immundefekten oder Blutkrebs mittels CAR-T-Zelltherapie zu vereinfachen, entwickelt das Projekt ein photonisches Zellanalysemodul. Es kann Prozessparameter schnell erfassen und als Inline-Qualitätskontrolle bei der Produktion von CAR-T-Zellen eingesetzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, es als eigenständiges Point-of-Care-Gerät für Immunmonitoring und Therapiesteuerung zu nutzen. So wird die Therapie kostengünstiger, sicherer und wirksamer und für mehr Patientinnen und Patienten zugänglich.

 

Alle weiteren gefördeten Projekte finden Sie in unserem Projektatlas.

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